Kreisliga A Süd Ortenau

Goldenes Tor in letzter Sekunde

11. September 2021, 22:32 Uhr

das goldene Tor in letzter Minute (Bild:SDP-VK)

Buchstäblich in der allerletzten Minute des Spiels erzielte Michael Erb den Siegtreffer für den SV Grafenhausen

(Bild: SDP-VK)

Vor einer sagenhaften Kulisse von etwa 600 Zuschauern dürften wohl einige Spieler beider Teams die "Flatter" bekommen haben. So würde sich das meist zerfahrene Spiel auf beiden Seiten erklären. Wenig Torschancen, viele Mißverständnisse - viel Nervosität bei beiden Teams, kurzum: der erste Durchgang war sehr verhalten.



Ein Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte.

(Bild: SDP-VK)

In der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser, ab der 60. Minute hatte man das Gefühl, dass die Gastgeber den Sieg mehr wollten, ab der 75. Minute war dann aber wieder der SC Kappel das bessere Team.


(Bild: SDP-VK)

Viele der Fans auf beiden Seiten waren sich einig: Das Spiel wird wohl 0:0 ausgehen - und dann kam er doch noch, der Siegtreffer für den SVG. Aus einem Gewühl nach einer Flanke musste Erb das Leder nur noch über die Linie drücken. Grafenhausen feierte den Sieg fast wie eine Meisterschaft und die Gäste aus Kappel waren in den ersten Minuten noch geknickt, zollten ihrem Team dann aber eine gute Leistung.

Die dritte Halbzeit war dann friedlich, wie es sich bei Nachbarn gehört.

Frank Kocur und Maik Fritsche (Bild: SDP-VK)

Die Stimmen zum Spiel:


Frank Kocur, SC Kappel:

"Die erste Halbzeit war sehr zerfahren, es war ein typisches Derby.  Grafenhausen hatte leichte Spielvorteile. In der zweiten Hälfte hatten wir ein deutliches Chancenplus. Eigentlich war es ein typisches 0:0 Spiel und aufgrund des Gegentores kurz vor dem Ende war es für uns natürlich sehr unglücklich und ärgerlich für uns. Aber wir stehen wieder auf, ich bin sehr stolz auf die Jungs, sie hatten alles gegeben. Der Unterschied war nicht groß, es war ein enges Spiel.

Aufgrund der vielen Ausfälle, die wir verkraften mussten, sind wir der moralische Gewinner. Auch wenn es bitter war, war es ein guter Tag für uns. Wir schlagen zurück gegen Ettenheim. Der SVG gehört nun zu den Favoriten und ich wünsche Ihnen viel Glück im Aufstiegsrennen.

Eine Anmerkung möchte ich mir aber noch erlauben: Dass der Trainer des SVG nach dem Spiel nicht auf seinen Trainerkollegen zugeht und ihm die Hand gibt finde ich sehr schade, das kenne ich so nicht. Auch wenn es ihm Spiel zeitweise etwas hitzig zugeht und das eine oder andere Wort fällt, müsste mit dem Schlusspfiff das wieder vergessen sein."


Jan Brunner, Spielertrainer SVG (Bild: SDP-VK)

Jan Brunner, SVG

"In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass beide Teams nervös waren. es fehlte die Passgenauigkeit und die Konzentration. In der zweiten Hälfte wurde es dann auf beiden Seiten besser. Prinzippiell bin ich der Meinung dass es ein klassisches Unentschieden-Spiel war. Dass wir es dann in der 90. Minute entschieden haben ist natürlich extrem geil. Aufgrund der Arbeitn und die Leidenschaft, die die Jungs zur Zeit an den Tag legen, haben wir uns das am Schluss aber einfach auch erarbeitet bzw. erzwungen. Wir sind extrem glücklich aber wir wissen auch, dass es nicht einfacher wird und wir weiterhin Gas geben müssen."

Autor: Volker Kirn

Kommentieren